Flachdächer – modern und sicher.

Wie der Name bereits sagt, zeichnen sich Flachdächer durch eine sehr geringe Neigung aus. Sie sind aber nicht nur für Hochhäuser, Büro- oder Gewerbebauten perfekt geeignet. Auch Hausbesitzer kommen wieder auf den Geschmack, der besonders in den 60er- und 70er-Jahren für Bungalows verwendeten Dachform. Insbesondere bei Passivhäusern und moderner Architektur liegt das Flachdach heute voll im Trend.

Die im Vergleich zum Steildach schlichte Gestaltung hat einige Vorteile. Zum einen bieten Flachdächer mehr Platz für Wohnraum, zum anderen ist es möglich, ein Flachdach zu begrünen und zur Dachterrasse umzufunktionieren.

Da ein Flachdach, insbesondere bei Schnee und Regen, eine größere Last trägt, sind die Anforderungen an Abdichtungs- und Entwässerungssysteme vergleichsweise hoch. Die Verwendung robuster Materialien und deren einwandfreie, fachgerechte Verarbeitung sind von großer Bedeutung. Zum Decken eines Flachdachs kommen drei Materialien in Frage.

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95% aller Flachdächer werden mit Bitumen gedeckt. Einst als Teerpappe bekannt, hat Bitumen heute einen größeren Kunststoffanteil. Dadurch wird das Material geschmeidig und flexibel. Richtig verarbeitet ist Bitumen äußerst wasserdicht. Daher wird es auch gern für die Bauabdichtung von Bodenplatten oder zur Balkonabdichtung verwendet.

Kunststoffbahnen sind eine beliebte Alternative zu Bitumen. Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Arten von hochwertigem Kunststoff zum Einsatz. Die Vorteile des Materials sind seine geringe Steifigkeit, eine hohe Bruchdehnung und Zugfestigkeit sowie die Beständigkeit gegen aggressive Stoffe. Kunststoffbahnen sind aufgrund ihres geringeren Gewichts leicht zu verarbeiten, müssen aber sorgfältig verlegt und insbesondere an den Nähten gut verschlossen werden, um eine einwandfreie Wasserdichte herzustellen.

Eine weitere Möglichkeit zur dauerhaften Dachabdichtung bietet Flüssigkunststoff. Der Werkstoff ist nicht nur wirtschaftlich, er lässt sich schnell aufbringen und zeichnet sich durch ein hohes Maß an Sicherheit und Witterungsbeständigkeit aus. Flüssigkunststoff ermöglicht eine nahtlose Verarbeitung und Abdichtung. Zudem ist er widerstandsfähig gegen Wärme und Flugfeuer. Eine Grundierung sorgt für sicheren Halt auf allen Oberflächen. Daher ist der Belag auch für Balkone und Detailabdichtungen sehr gut geeignet.

Die meisten Dächer werden mit Ziegel, Bitumen oder Kunststoff eingedeckt. Doch Gründächer erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder. In den wachsenden Städten bilden sie nicht nur grüne Oasen. Sie bieten auch jede Menge Vorteile gegenüber herkömmlichen Dacheindeckungen. Extensiv begrünte Dächer mit niedriger Pflanzwuchshöghe wirken wie natürliche, ungenutzte Flächen. Intensiv begrünte Dächer bieten hingegen Platz für Pflanzen in einer Höhe von bis zu 100 Zentimeter und fungieren als zusätzliche Wohn- und Nutzfläche. Beide Dacharten sind ökologisch und ökonomisch zugleich. Gründächer sind ökologische Ausgleichsflächen, die dabei helfen, die Klima-Bilanz zu verbessern. Sie bieten Tieren zusätzlichen Lebensraum und mindern Elektro-Smog, indem sie Schadstoffe und Feinstaub aus der Luft filtern. Dank der Schichtung und Bepflanzung wird die Dachabdichtung das ganze Jahr über vor Wetterextremen geschützt und hat dadurch eine verlängerte Lebensdauer. Während im Sommer die Temperaturen auf einem „normalen“ Dach auf über 50 Grad Celsius klettern können, steigen sie unterm Gründach nur auf etwa 20 bis 25 Grad an. Im Winter dringt weniger Kälte ein. Das spart Energiekosten. Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.